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Das traurige Märchen vom Kriegsdies

Das traurige Märchen vom Kriegsdies

© Saina Veigel |  Dez. 2018

Kinder, es gab einmal ein Land
Im Vierstromland
Es wurde das Paradies genannt
Es war wunderschön und friedlich
Die Menschen saßen unter freundlichen Bäumen
Die sich nährten von Wassern der Liebe und Wahrheit
Sie lebten arglos im Vertrauen auf Gott
Es gab keinen Hunger, keinen Krieg, keine Not

Leider haben wir das Paradies verloren
Es entschwand dieser Welt
Wurde entrückt
Und zurück blieb der Mensch
Kriegsmanisch verzückt

Statt des Paradieses entstand ein anderer Garten
Statt des Garten Edens – dem Garten des Lebens –
wuchs der Garten des Grauens heran
Das Kriegsdies nahm den Platz des Paradieses ein
In ihm galt alles Streben
Anderen das Leben zu nehmen
Um im Vierstromland zu regieren
O wie furchtbar grausam kann der Mensch sein!

Das Kriegsdies ist sehr groß geworden
Längst umspannen seine Fäden die ganze Welt
Spinnenhaft hat sich das Kriegsdies vernetzt
Und sich überall in der Welt in Szene gesetzt
Und auch im Vierstromland –  der ehemaligen Heimat des Paradieses – 
Wütet es mit feuriger Hand
Und hinterlässt verbranntes Land …
Verbrannte Seelen …
Totes Leben …
Menschen, die mit den Erinnerungen des Krieges
Nur noch halbtot leben …

Das Kriegsdies beherrscht die Nachrichtenkanäle
Es sendet seine Botschaft in alle Welt
Dass es die wahre Heimat der menschlichen Seele sei
Kinder, esst bitte nie von diesen Kriegsdies-Bäumen
Und lasst euch nicht erschrecken von den vielen Alpträumen
Die das Kriegsdies euch immer gerne beschert
Denn die Heimat der menschlichen Seele bleibt
Das Paradies des Friedens und der göttlichen Liebe
Bis in alle Ewigkeit

Wenn das "Kriegsdies" - als grausames Gegenstück zum Paradies - irdische Höllen "produziert", dann wünsche ich mir, dass Menschen überall auf der Welt sich noch mehr engagieren, um Oasen des Friedens in dieser Welt zu schaffen, wo derzeit noch Krieg, Terror, Armut und Verzweiflung herrschen.

Saina Veigel, Autorin @enigmaderzeit Tweet

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